Expedition auf schwarzem Sand
Am 31. Januar 2021 unternahmen wir eine abenteuerliche Expedition zum Ort des Schiffsbruchs. Trotz moderner Technik und Telekommunikation erweist sich diese Expedition für uns als schwierig und gefährlich.
Ende August 2018 kontaktierte Gerald Büschen Einar Magnús nach einem Bericht über das Projekt “Schwarzer Sand” in der deutschen Nordsee-Zeitung. Als er den Artikel las, kam ihm zu Bewusstsein, dass sein Vorfahr Georg Büschen der Kapitän der Friedrich Albert gewesen war. Der Artikel enthielt einen Aufruf an die Nachkommen der Mannschaft, sich mit Einar Magnús in Verbindung zu setzen, da dieser auf der Suche nach weiteren Informationen über die Persönlichkeiten, deren Hintergründe und ihr Leben nach den Ereignissen in Island war.

Einige Tage später flog Einar Magnús nach Deutschland, um Gerold zu treffen. In seinem Haus gab es unschätzbare Quellen und Informationen. Gerold lud Einar Magnús gemeinsam mit dem Team von Radio Bremen ein, da Radio Bremen gerade an einer Dokumentation über Einars Arbeit und das Projekt “Schwarzer Sand” drehte.
Zu jenem Zeitpunkt arbeitete Einar Magnús gerade an einer detaillierten Zusammenfassung (Treatment) des Drehbuchs. Ihm fehlten noch gewisse Ansatzpunkte und Informationen. Er war begierig, mehr über die elftägigen Strapazen am Skeiðarársandi herauszufinden. Daher war es ein bedeutsamer Moment, als Gerold Einar eine Kopie eines Zeugnisses zeigte, das der Kapitän über das Erlebnis im Jahre 1906 verfasst hatte. Darin beschrieb dieser in eigenen Worten genauestens, was sich ereignete, während die Männer elf Tage lang nach Hilfe suchten.
Beinahe alle hatten sein Schreiben vergessen - außer Gerold. Für Einar war dies eine unschätzbare Entdeckung und führte zu einer ungeahnten Sicht auf jenes unglaubliche Ereignis.
